„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ – Strafzölle als Gefahrenquelle für die globale Wirtschaft

Michael Frauenschuh am

Zurückblickend auf die eigene Kindheit erinnert mich das aktuelle Spiel der Großmächte stark an erste Auseinandersetzungen in der Sandkiste: „Zerstörst du meine Sandburg, dann mach ich dir deine kaputt“ und am Ende geht es keinem besser, denn jeder sitzt traurig vor den Trümmern seiner Burg. Es gibt in diesem Spiel keinen Gewinner – alle Beteiligten sind Leidtragende.

Die Androhung von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle beim Import von Stahl und Aluminium zu verhängen, führte zu großer Unsicherheit an den Kapitalmärkten. Reaktionen aus der Eurozone ließen nicht lange auf sich warten und tragen nicht gerade zur Entspannung der Lage bei. Es wurde gleich mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Diese gehen von Strafzöllen auf Orangensaft und Erdnussbutter bis hin zu Bourbon Whiskey und Blue Jeans. Gleich darauf wurde von Donald Trump angedeutet, die Strafzölle auch auf Autoimporte auszudehnen.

Für exportstarke Nationen, wie zum Beispiel Deutschland, können diese Schutzzölle weitreichende Folgen haben. Eine Einhebung auf Stahl und Aluminium scheint zwar verkraftbar zu sein, eine Ausweitung auf Autos dürfte aber deutliche Spuren hinterlassen. Schließlich hängen in Deutschland mehr als 1 Million Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Automobilbranche ab.    

Ob diese Androhungen der USA oder auch die Gegenmaßnahme seitens der EU gegen international geltendes Wirtschaftsrecht verstößt, könnte seitens der WTO geprüft werden. Eine Stellungnahme der WTO zu einem etwaigen schwebenden Verfahren wurde bisher nicht abgegeben.    

Mittlerweile warnen Wirtschaftsexperten vor einem drohenden Handelskrieg zwischen den USA und Europa. Diese Spirale scheint sich immer schneller zu drehen und am Ende könnte eine Eskalation dieses Konflikts ein Risiko für die Weltwirtschaft darstellen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Gemüter wieder beruhigen und alle Beteiligten an den Verhandlungstisch zurückkehren.            

Stand: 08.März  2018

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