„Der Englische Patient“ – Warum sich der Brexit in Großbritannien immer mehr zur Zerreißprobe entwickelt

Michael Frauenschuh am

Das Theater rund um den Brexit gleicht einer Tragödie. Mit der Verschiebung der Brexit-Abstimmung im Unterhaus, trotz mehrerer Dementis, wurde nun das nächste traurige Kapitel geschrieben. Bis heute scheinen noch einige Inselbewohner nicht realisiert zu haben, dass vom vielgepriesenen „British-Empire“ nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Bereits während der Brexit-Verhandlungen traten viele Minister und Wegbegleiter aus dem Kabinett von Theresa May zurück, die den Weg „so“ nicht mehr mitbeschreiten wollten. Vorteile für Großbritannien, die von den Populisten vor der Brexit-Abstimmung genannt wurden, erwiesen sich als nicht stichhaltig und die Illusionen der sogenannten Brexit-Hardliner scheinen nun nach und nach wie Seifenblasen zu zerplatzen.

Verstärkt wird die Situation dadurch, dass erstmals auch das britische Finanzministerium eine Stellungnahme abgab. Egal in welcher Form der EU-Austritt stattfinden würde, hätte dieser negative Folgen auf das Wirtschaftswachstum von Großbritannien. Damit wurde nun selbst von offizieller Seite bestätigt, dass im Zuge des Brexit die Wirtschaftsleistung in jedem Fall geringer ausfallen würde als bei einem Verbleib in der Europäischen Union.        

Das Land zeigt sich tief gespalten und es regt sich immer mehr Widerstand gegen den Brexit-Deal, die Gegner teilen sich mittlerweile schon in mehrere Lager auf. Zum einen jene, die den Brexit-Vertrag als einen Nachteil für Großbritannien empfinden und diesen nicht beschließen wollen. Zum anderen jene, denen der Brexit nicht weit genug geht und dazu noch jene, die inzwischen ein zweites „verbindliches“ Referendum zum eventuellen Verbleib Großbritanniens in der EU fordern.

Egal wie sich die nächsten Wochen entwickeln, die Glaubwürdigkeit der britischen Regierung hat in den letzten Wochen stark gelitten. Premierministerin Theresa May konnte so zwar einer Niederlage bei der Abstimmung im Unterhaus entgehen und kurzfristig Zeit gewinnen. Große Hoffnungen auf eine Nachverhandlung des bestehenden Brexit-Deals gibt es, sofern man den offiziellen Statements der EU-Delegierten Vertrauen schenkt, nicht. Einzig ein zeitlicher  Aufschub des für 29. März geplanten Brexit könnte im Raum stehen.

Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, dass der Antrag auf Austritt aus der EU einseitig von Großbritannien widerrufen werden kann – eine Zustimmung der anderen EU-Mitglieder ist dafür nicht nötig – stärkt die Hoffnung der Brexit-Gegner, einen Austritt noch verhindern zu können.  Auch wenn die britische Regierung „eisern“ an einem Brexit festhält, kann eine Kehrtwende aus den Erfahrungen der letzten Tage nicht mehr ausgeschlossen werden.      

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