„Digital = Egal!?“

Michael Frauenschuh am

Warum die Digitalisierung in der Vermögensverwaltung an ihre Grenzen stößt.

Als Robo-Advisor oder als Robo-Advisory wird ein neuer Bereich der Finanztechnologie bezeichnet. Diese Wörter setzen sich aus Roboter und Berater bzw. Beratung zusammen. Darunter versteht man eine automatisierte und digitalisierte Art der Finanzberatung. Meistens stützt sich diese Art der Vermögensverwaltung auf mathematisch basierte Modelle mit deren Hilfe Kauf- und Verkaufsentscheidungen nach einem vorher definierten Regelwerk (=Anlagestrategie) getroffen werden. Depots werden somit automatisch ohne menschliches Zutun überwacht bzw. angepasst.

Vorteile liegen in der völlig emotionsfreien Entscheidungsfindung und in der schnellen Abwicklung. Die Portfolios werden meistens mit Hilfe von ETF’s (Exchange-Traded Funds) aufgebaut. Um eine schnelle Diversifikation zu ermöglichen, wird bei einem Großteil dieser ETF’s auf passiv gemanagte Indexfonds gesetzt, da diese durch das fehlende aktive Fondsmanagement kostengünstiger sind. Die Abwicklung der Käufe und Verkäufe erfolgt über die Börse und daher entfallen Ausgabeaufschläge.       

Ein großer Nachteil liegt in der Automatisierung der Entscheidungen. Wenn es an den Finanzmärkten zu größeren Ausschlägen kommt und Panik herrscht, führt das meist zu einer starken Ausweitung der  Spanne zwischen An- und Verkaufskursen. Oftmals weichen die Kurse dann weit von den zugrunde liegenden Basiswerten ab und dadurch werden Verkäufe dann teilweise mit Schleuderpreisen durchgeführt.     

Trotzdem ist Digitalisierung derzeit das Modewort in der Wirtschaft. Kaum ein Industriezweig ist davon nicht betroffen. Während große Unternehmen durch die Vernetzung einzelner Produktionsschritte Mitarbeiter sparen können und dadurch Firmen profitabler gestaltet werden, gibt es Bereiche, wo der Digitalisierung Einhalt geboten wird. Gerade in Berufen mit Verantwortung im Umgang mit Menschen, wo es um Vertrauen und Menschlichkeit geht, wie zum Beispiel in Pflegeberufen, wird ein Computer die persönliche Beziehung nicht ersetzen können.      

Ähnlich verhält sich die Situation bei der Verwaltung von Vermögen. Kaum ein Großinvestor gibt sich damit zufrieden, eine große Anzahl von Fonds sein Eigen zu nennen. Gerade Stiftungen, Privatinvestoren sowie im Speziellen Unternehmer, möchten sich langfristig mit Hilfe von Aktieneinzeltiteln an vielversprechenden Unternehmen strategisch beteiligen. Unterschätzt wird, dass das persönliche Gespräch in der Vermittlung der Anlagestrategie und der Investmententscheidungen einen hohen Stellenwert einnimmt. Dadurch wird die Kundenbeziehung intensiviert und das Vertrauen in die Kompetenz des Vermögensverwalters gestärkt.          

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