„Erdrutsch beim Erdöl“–Warum steht der bisherige Top-Performer des Jahres so unter Druck?

Michael Frauenschuh am

Im Laufe des Oktobers erreichten die Rohölpreise der Sorten WTI (West Texas Intermediate) und Brent den Höchststand des laufenden Jahres. Öl zählte damit in einem sehr schwierigen Veranlagungsjahr mit einer Performance von mehr als 25 % zu den Top-Performern. Die äußerst positive Entwicklung fand mit der längsten Negativserie der Geschichte - der Preis des Rohöls ist 12 Tage in Folge gefallen - ein jähes Ende.

Durch die dynamisierte Abwärtsbewegung der letzten Tage wurde die Barriere zum Bärenmarkt gerissen. Davon spricht man wenn ein Finanzinstrument vom Höchststand mehr als 20 % Verlust innerhalb eines gewissen Zeitraumes erleidet. Erfahrungsgemäß sehen Analysten wie auch Anleger  darin ein Alarmsignal für weiter sinkende Preise.                               

Welche Ursachen führten zu diesem Preisverfall? Natürlich wird der Preis von Öl, wie auch von jedem anderen Handelsgut, von Angebot und Nachfrage bestimmt. Derzeit gibt es ein reges Überangebot an den Märkten. Die Opec rechnet in dem zuletzt präsentierten Monatsbericht mit einem Nachlassen der Nachfrage. Auch der IWF korrigierte die Prognosen zur Weltkonjunktur nach unten und verstärkte diesen Effekt zusätzlich.  

Die Befürchtung, dass die bereits in Kraft getretenen Iran-Sanktionen zu Engpässen an den Märkten führen könnten, verleiteten Saudi Arabien und die Opec-Staaten zu einer Ausweitung der Fördermenge. Das war eine klassische Fehleinschätzung. Denn die USA gewährte acht Ländern  (China, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan, Türkei, Italien und Griechenland) eine Ausnahme für den Import von iranischem Öl.

Im Vorfeld der US-Wahlen setzte US-Präsident Donald Trump alle Hebel in Bewegung um den Ölpreis

zu drücken. Manche behaupten: „Wahlen in den USA werden an der Tankstelle gewonnen“. Doch auch nach der Wahl plädiert Trump weiterhin für günstigere Ölpreise und versucht damit Verhandlungen über eine Förderkürzung zu beeinflussen.     

An unseren Tankstellen ist der Preisverfall noch nicht angekommen. Aufgrund der Trockenheit ist die Binnenschifffahrt an vielen Flüssen wie zum Beispiel dem Rhein nur eingeschränkt möglich. Da die Schiffe nicht mehr so schwer beladen werden können, kommt es in Teilen Deutschlands und Österreichs zu Versorgungsengpässen. Für billigeres Tanken heißt es weiterhin “bitte warten...“.  

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