„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ – Ist die Anlageklasse Gold immer ein sicherer Hafen?

Michael Frauenschuh am

Seit Jahrtausenden fasziniert Gold die Menschen. Die Gier nach Gold war in der Geschichte oftmals der Grund für Kriege und Eroberungszüge. Nicht selten führten Goldfunde zu einem regelrechten Goldrausch, der viele Abenteurer anlockte. Der bekannteste datierte Goldrausch war im Jahr 1897 am Klondike River in Alaska, der in der Literatur, wie auch im Filmgenre deutliche Spuren hinterließ.

Annähernd die Hälfte des am Markt gehandelten Goldes wird zu Schmuck verarbeitet. Gerade Indien und China gelten als größter Nachfragemarkt für Goldschmuck. Gold wird in Form von Münzen und Barren als internationales Zahlungsmittel verwendet. Zentralbanken nutzen Gold als Währungsreserve, obwohl mittlerweile die meisten Währungen nicht mehr durch die eingelagerten Goldreserven gedeckt sind. Private wie institutionelle Anleger legen direkt in Gold an, oder in Wertpapiere, die den Goldpreis abbilden.

In Krisenzeiten wird die Anlage in Gold als sicherer Hafen gesehen und von vielen Anlegern als Wertanlage und zum Schutz vor Inflation genutzt. Trotz der vielen geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten befindet sich der Goldpreis seit einiger Zeit auf Talfahrt und ist mittlerweile auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen. Wie ist die Entwicklung des Goldpreises zu erklären?

Der Preis von Gold wird wie bei allen Handelsgütern durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Am Weltmarkt herrscht derzeit ein Rekordangebot, das auf eine schwächelnde Nachfrage trifft. Gerade die größten Gold-Indexfonds haben im ersten Halbjahr mit deutlichen Mittelabflüssen zu kämpfen. Auch von Seiten der Schmuckindustrie ist eine rückläufige Nachfrage spürbar.

Ein weiterer Grund ist, dass man für eine Veranlagung in Gold keine Verzinsung erhält. Somit rücken die am Finanzmarkt als sicher geltenden Anlageformen wie zum Beispiel US-Staatsanleihen in den Vordergrund. Die derzeit steigenden US-Zinsen erhöhen damit zusätzlich den Druck auf den Goldpreis.

Zunehmende geopolitische Spannungen, wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, oder die US-Sanktionen gegenüber dem Iran, könnten sich positiv auf den Goldpreis auswirken. Die Möglichkeit einer anziehenden Inflation dürfte den Goldnotierungen ebenfalls helfen, da ein Goldinvestment von vielen Anlegern als Schutz vor Kaufkraftverlust gesehen wird. Derzeit überwiegen jedoch die Abwärtsrisiken. Auch wenn das Edelmetall als „sicherer Hafen“ gesehen wird, unterliegt es genauso wie alle anderen Anlageklassen Wertschwankungen.

(Stand: 08. August 2018)

 

 

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