Willkommen 2017

René Lobnig am

Seit Herbst 2015 ist René Lobnig für die Hypo Salzburg im Bereich der Vermögensverwaltung tätig.

Zuvor

verantwortete er u.a. die Entwicklung strukturierter Investmentprodukte

und das Portfoliomanagement eines Vermögensverwalters in Zürich und

managte Publikums- und Spezialfonds für eine Privatbank in Salzburg.

Seine

mehr als 15-jährige praktische Erfahrung im Finanzbereich ergänzte er

mit der Ausbildung zum CFA (Chartered Financial Analyst) im Jahre 2010

bzw. zum CAIA (Chartered Alternative Investment Analyst) im Jahre 2011.

2016 war ein eindrucksvolles Jahr an den Finanzmärkten – wobei eindrucksvoll durchaus wortwörtlich zu verstehen ist. Denn der Eindruck, den das vergangene Jahr bei den Marktteilnehmern hinterlassen hat, wird mit Sicherheit ein nachhaltiger sein, etwas woran man sich auch in Jahren noch erinnern wird.

Mit dem Brexit und der Wahl von Donald Trump gab es zwei Ereignisse, die der Markt schlichtweg nicht antizipiert hatte. Das eigentlich Bemerkenswerte war jedoch nicht der Austritt der Briten bzw. dass Trump das Rennen um die US-Präsidentschaft gemacht hat, sondern vielmehr die Reaktion der Märkte. Denn obwohl etwa der Brexit im Vorfeld oft als ein „Black Swan“ kategorisiert und die mögliche Wahl von Trump als absolutes Negativszenario insbesondere für die Risikomärkte tituliert wurde, haben die großen Assetklassen das Jahr allesamt mit einem Plus geschlossen.

Quelle: Bloomberg (Aktien Global = MSCI World Net Return Local Index; Anleihen Global = Bloomberg Barclays Global-Aggregate Total Return Index Value Hedged EUR; Rohstoffe = Bloomberg Commodity Spot Index)

Die (Un)Sinnhaftigkeit von Zukunftsprognosen wurde an dieser Stelle ja schon in einer vorherigen Veröffentlichung kurz angeschnitten. Der berühmte Ökonom John Kenneth Galbraith hat dazu einmal gemeint: “We have two classes of forecasters: Those who don’t know – and those who don’t know they don’t know.” Für das letzte Jahr könnte man dieses Zitat sogar noch etwas erweitern – “…and those who don’t know they don’t know and don’t know what will happen as they don’t know.” Gerade was 2016 betrifft gibt es aber wohl kaum jemanden, der mit vorherigem Wissen um den Brexit und die Wahl von Donald Trump derartig gute Märkte vorausgesagt hätte - meine Wenigkeit nehme ich davon nicht aus.

Jeder von uns hat schon mal davon geträumt in die Zukunft schauen zu können, schon heute zu wissen wie die Ergebnisse von morgen sind oder wie die Zahlen für den nächsten Lottojackpot lauten. Doch das ist genauso wenig möglich wie den Marktverlauf vorherzusagen oder aber marktbeeinflussende Ereignisse und die Reaktionen darauf. Die Zukunft ist und bleibt ungewiss. Viel wichtiger als der Versuch die Zukunft zu prognostizieren ist es daher die aktuelle Situation zu evaluieren. Denn nur wenn man weiß wo man steht, ist man für das Kommende auch tatsächlich gerüstet und gut aufgestellt.

2017 wird dahingehend nicht weniger herausfordernd, als es 2016 war. Denn wir befinden uns in einem Umfeld, welches immer noch zu einem großen Teil von den Zentralbanken kontrolliert und von niedrigen Zinsen dominiert wird. Obwohl die daraus resultierenden Renditen niedrig sind, sind die damit einhergehenden Risiken beträchtlich. Gerade sicherheitsorientierte Anleger bezahlen dies mit negativer realer Rendite und speziell im Anleihenbereich mit merkbaren Kursrisiken. Die typische risikofreie Rendite ist - trotz der letzten, leichten Renditeanstiege in den längeren Laufzeiten - jedenfalls verschwunden. Inflation bleibt natürlich auch 2017 wieder ein Thema, welches einerseits Risiko über steigende Renditen birgt, andererseits aber auch Chancen in inflationsgeschützten Anlagen bietet. Denn die Absicherung gegen die Teuerung erscheint trotz der zuletzt gestiegenen Inflationserwartungen immer noch günstig.

Was die Aktienmärkte betrifft haben die US-Amerikaner einmal mehr gezeigt, dass sie den Ton an den internationalen Börsen vorgeben. Die aktuelle Euphorie, ausgelöst durch die Wahl von Trump, wurde voll in das neue Jahr mitgenommen. Diverse Stimmungsindikatoren zeigen gerade in den USA ausgeprägten Optimismus und mahnen gleichzeitig bereits zur Vorsicht. Die US-Märkte notieren auf Allzeithochs und zu teils sehr ambitionierten Bewertungen. Aktuell ist dies angesichts des Zinsumfelds und der Erwartungen vielleicht noch einigermaßen zu rechtfertigen. Aber es ist klar, dass die Bestätigung hierfür folgen muss. Selbst wenn jedem Marktteilnehmer einleuchtet, dass die Pläne von Trump nicht 1:1 in die Realität umgesetzt werden können, ist die Erwartungshaltung dahingehend sehr hoch. Für die Börsen weitaus wichtiger ist allerdings, dass die Unternehmenszahlen die hohen Ansprüche möglichst bald bestätigen. Zinsseitig gibt es aktuell auch noch Unterstützung für die Kurse der Unternehmen, doch genau hier liegt auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Denn aus dem letzten Protokoll der US-Notenbanksitzung ist ersichtlich, dass mittlerweile auch die Gefahr von zu starkem Wachstum und zu hoher Teuerung ins Kalkül gezogen wird. Aktuell preist der Markt für 2017 zwei Zinserhöhungen durch die US-Notenbank ein. Doch das letzte Jahr hat gezeigt, wie schnell sich solche Erwartungen ändern. Dennoch führt aktuell für Anleger kein Weg an Aktien vorbei. Der Fokus sollte hier auf einem globalen Ansatz liegen, mit einem Schwerpunkt auf Unternehmen, welche über vernünftig gepreiste Geschäftsmodelle mit soliden, wenig verschuldeten Bilanzen und starken Marken verfügen.

Die Märkte haben im letzten Jahr bewiesen, dass sie selbst in dem schwierigen Umfeld Risiken noch immer absorbieren können. Dennoch ist es gerade jetzt nicht opportun aggressive oder extreme Positionierungen vorzunehmen. Diversifikation mit Ausrichtung auf Qualität ist auch weiterhin der Schlüssel für den langfristigen Erfolg. Nicht unterschätzt werden darf dabei auch Flexibilität und Handlungsfähigkeit innerhalb des Portfolios. Es macht Sinn einen Teil des Vermögens in liquiden Mitteln zu halten. Möglicherweise versäumt man damit ein paar Prozentpunkte eines steigenden Marktes, aber im Fall der Fälle sinkt nicht nur die Schwankungsintensität des Gesamtportfolios, sondern man kann Opportunitäten in Form niedriger Kurse auch unmittelbar nutzen.

Stand: 5. Jänner 2017
Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, welche von der Salzburger Landes-Hypothekenbank Aktiengesellschaft ausschließlich zu Informationszwecken erstellt wurde. Sie wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen.
Die Salzburger Landes-Hypothekenbank Aktiengesellschaft übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Da jede Anlageentscheidung einer individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers bedarf, ersetzt diese Information nicht die persönliche Beratung und Risikoaufklärung durch den Kundenberater im Rahmen eines Beratungsgesprächs.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.
Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat.
Prospekte sowie allfällige Nachträge von Emissionen der Salzburger Landes-Hypothekenbank Aktiengesellschaft, welche auf Grund des KMG aufzulegen sind, liegen bei der Salzburger Landes-Hypothekenbank Aktiengesellschaft auf. Im Falle von anderen Emissionen liegt der Prospekt samt allfälligen Nachträgen beim jeweiligen Emittenten auf.