Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie am besten…“

Michael Frauenschuh am

Welche Auswirkungen könnten steigende US-Zinsen auf die globale Wirtschaft haben? Seit Ende des Jahres 2015 wurden die Zinsen von Seiten der US-Notenbank bereits sechs Mal angehoben und ein bis zwei weitere Zinsschritte sind für das laufende Jahr noch zu erwarten. Viele Analysten rechnen damit, dass durch die steigenden Zinsen der US-Aktienmarkt unter Druck geraten könnte. Viele mögliche Nebengeräusche der Zinspolitik werden aber noch vernachlässigt.

Unter anderem könnten durch steigende Zinsen die US-Immobilienpreise in Mitleidenschaft gezogen werden. Für Wohnungskäufer werden Kredite immer teurer und damit nicht mehr leistbar. Sollte dadurch ein Überangebot an Immobilien entstehen, würden die Preise zurückgehen. Falls Immobilien als Sicherheit für bestehende Kredite herangezogen wurden und deren Bewertungen sinken, kann das wiederum zu Kreditausfällen führen. Wie schnell sich so eine Spirale drehen kann, war bei der US-Immobilienkrise vor gut zehn Jahren ersichtlich.           

Weitreichende Folgen sind auch bei Schwellenländer-Veranlagungen bereits spürbar. Die Währungen von Argentinien, Brasilien, Russland und der Türkei sind  in den letzten Wochen stark unter Druck geraten. So haben viele Länder aus den Emerging Markets momentan mit massiven Kapitalabflüssen zu kämpfen. Anleger verkaufen derzeit Anleihen und Aktien dieser Länder und führen dieses Kapital den als sicher geltenden US-Staatsanleihen, die sich verstärkter Nachfrage erfreuen, zu.                     

Die Verschuldung der Unternehmen hat zudem weltweit stark zugenommen. Gerade in den USA und China haben viele Firmen die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken dazu genutzt, kreditfinanzierte Übernahmen oder Aktienrückkaufprogramme zu finanzieren. Durch die steigenden US-Zinsen werden neue Kredite für die amerikanischen Unternehmen laufend teurer und der zusätzliche Zinsaufwand könnte zukünftige Gewinne schmälern und deren Bewertung beeinflussen.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Geldpolitik anderer Notenbanken so schnell verändert. In der Eurozone steht die Wirtschaftserholung noch auf wackeligen Beinen und viele Länder, vor allem die südlichen, können sich steigende Zinsen einfach noch nicht leisten. Vor diesem Hintergrund ist der Handlungsspielraum der EZB für Zinsanhebungen limitiert und ähnliches dürfte auch auf die japanische Notenbank zutreffen. 

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