„Das Herz-Jesu-Heim sichert viele Jobs“

Das Herz-Jesu-Heim inmitten der Stadt Salzburg beherbergt rund 120 Bewohner – viele davon mit hohem Pflegebedarf. Leiterin Margit Klein erklärt im Interview mit „Zukunft ist Thema“, warum das Herz-Jesu-Heim nicht nur sozial, sondern auch wirtschaftlich bedeutsam für Salzburg ist.

Herz-Jesu-Heim Salzburg

Foto: Herz-Jesu-Heim

Zukunft ist Thema: Was ist für Sie die Herausforderung, ein Unternehmen zu führen, das sowohl wirtschaftliche als auch soziale Interessen vereinbaren muss?

Margit Klein: Im Herz-Jesu-Heim arbeiten wir direkt und unmittelbar für alte und kranke Menschen, die ihren letzten Lebensabschnitt bei uns verbringen. Wir wollen sie gut begleiten, nicht nur pflegen, sondern auch betreuen. Das Problem ist, dass für fast alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner die Kosten vom Land Salzburg aus Mitteln der Sozialhilfe bezahlt werden. Und die Preise für die Leistung in unserem Heim bestimmt das Land Salzburg selbst. 

Die wirtschaftliche Herausforderung ist vor allem, mit den zu geringen Preisen so auszukommen, dass wir trotzdem eine gute Lebensqualität für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sicherstellen können. Dies ist schwierig, denn wir sind auch Arbeitgeber für mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen wir auch einen guten Arbeitsplatz bieten möchten. Daher möchten wir keinesfalls auf dem Rücken des Personals Kosten einsparen.

Wie können wir derzeit doch überleben: durch geringe Investitionstätigkeit (nur das Allernotwendigste), durch ständige Optimierung der Organisation (mit Personalreduktion), eine bis zum Äußersten (und manchmal kaum mehr vertretbare) sparsame betriebswirtschaftliche Führung, z.B. beim Einkauf und den Betriebskosten und letztendlich durch die Unterstützung unseres Trägers, die Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul.

ZiT: Laut Medienberichten steht es finanziell um das Seniorenheim aus unverschuldeten Gründen leider nicht so gut. Wie ist die Lage jetzt – haben Sie bereits eine Rückmeldung vom Land Salzburg bekommen?

Klein: Vor Kurzem ging die Änderung der Verordnung über die Tarife der Sozialhilfe bei mir ein, und obwohl wir Berechnungen und Bilanzen der letzten Jahre geliefert haben, erhalten wir vorerst etwa nur ein Drittel der dringend notwendigen Erhöhung. Die Tarife für die Investitionen wurden z.B. seit 2002 überhaupt nicht erhöht – obwohl alles teurer geworden ist. Und diese wurden jetzt wieder nicht erhöht. Auch die Erhöhungen der Kollektivverträge wurden im neuen Verordnungsentwurf wieder nicht berücksichtigt. Es ist frustrierend, wenn wir Berechnungen liefern müssen, die nicht angezweifelt werden, und dann die Zahlen keine Berücksichtigung finden. Ich werde daher weiter versuchen, mit dem Land zu verhandeln, und wenn das nichts bringen sollte, kann ich die Verordnung noch beim Verfassungsgerichtshof auf Rechtmäßigkeit prüfen lassen.

ZiT: Wie viele Mitarbeiter sind aktuell im Herz-Jesu-Heim tätig? 

Klein: Bei uns arbeiten derzeit 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vier weitere werden in den nächsten Wochen beginnen. Viele arbeiten aus familiären Gründen Teilzeit, was wir in verschiedensten Varianten auch ermöglichen.

ZiT: Welche Bedeutung hat das Herz-Jesu-Heim für Salzburg?

Klein: Wir sind ein wichtiger Partner für Stadt und Land Salzburg – unsere 120 Heimplätze könnten sicher nicht so einfach ersetzt werden. Die Nachfrage nach einem Einzug in unser Haus ist sehr groß, vor allem seit Wegfall des Pflegeregresses per 1. Jänner 2018. Wir betreuen bereits seit 20 Jahren in unserer hauseigenen Kinderbetreuung über 50 Kinder. Diese ist von Montag bis Freitag täglich von 6.45 Uhr bis 19.15 Uhr geöffnet, sodass alle Dienstzeiten im Haus abgedeckt sind. Etwa ein Viertel der Kinder ist von Mitarbeitern. Und wir haben keine Schließungszeiten in den Ferien. 

Außerdem sind wir ein wichtiger Partner für viele Lieferanten – vom Bandagisten ums Eck und die Riedenburg-Apotheke bis zum Großhändler und zu Gewerbetreibenden. Das Herz-Jesu-Heim sichert also viele Jobs. Unsere Küche wird von einem Partner betrieben, auch die Wäschereinigung und die Zimmerreinigung sind an externe Partner vergeben. Auch dort hängen sicher mehr als 20 Arbeitsplätze von uns ab. Und wir bezahlen z.B. mehr als 1,5 Millionen Euro jährlich an Lohnnebenkosten – darüber freuen sich Finanzamt und Gebietskrankenkasse.

ZiT: Was ist Ihr Ziel für die Zukunft  wie geht es mit dem Herz-Jesu-Heim weiter?

Klein: Mein Ziel ist es, mit dem Land Salzburg kostendeckende Tarife zu verhandeln – nur das sichert die Zukunft des Hauses. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden dann einen guten, sicheren Arbeitsplatz zu fairen Arbeitsbedingungen bei uns, und die Bewohnerinnen und Bewohner erleben dann eine hohe Lebensqualität, welche sie sich verdient haben.

Ich möchte gerne in neue Technologien investieren, z.B. bei der Prävention von Stürzen, bei der Unterstützung von an Demenz Erkrankten, zur Förderung der Mobilität der Bewohner u.Ä. Und ich möchte dringend Ersatzinvestitionen des überalterten Bestandes durchführen, z.B. im Bereich Schließsystem, Rufanlage, usw. Dies alles ist abhängig von einem fairen Preis, den wir vom Land Salzburg bekommen müssen – und das zu erreichen, ist mein vordringlichstes Ziel!

 

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