RECCO, der „elektronische Lawinenhund“

Die Mission des schwedischen Unternehmens RECCO ist es, vermisste Personen für Rettungskräfte besser auffindbar zu machen. Zukunft ist Thema sprach mit Manuel Dürmoser aus Eben im Pongau, dem Brand und Marketing Manager des Unternehmens.

Manuel Dürmoser aus Eben im Pongau ist Global Brand und Marketing Manager beim schwedischen Unternehmen RECCO. „Ich bin für den Markenauftritt von RECCO und die Kommunikation hin zu unseren Kunden - wie Atomic - und Endkunden weltweit verantwortlich“, sagt er im Gespräch mit Zukunft ist Thema. Dürmoser war vorher im Produktmanagement bei Atomic und lebt seit dem Frühjahr 2014 in Stockholm.

RECCO wurde 1983 von Magnus Granhed gegründet, der auch die Technologie entwickelt hat. Diese ermöglicht es Rettungskräften, verschüttete Personen bei einem Lawinenunglück aufzuspüren. Sie baut auf einem zweiteiligen Radarsystem auf. Die Einsatzkräfte verwenden RECCO Detektoren, die Suchsignale aussenden. Diese Signale werden von RECCO Reflektoren, die von der gesuchten Person getragen werden, reflektiert. „Unsere Detektoren werden weltweit in über 800 Skigebieten und von Bergrettungsorganisationen in 27 verschiedenen Ländern eingesetzt. Die Detektoren zählen mittlerweile neben dem LVS Gerät als zusätzliche elektronische Suchmethode zur Standardausrüstung der organisierten Rettung bei Lawineneinsätzen“, erzählt Dürmoser. „Um suchbar zu sein, werden die RECCO Reflektoren in die Ausrüstung der Wintersportler wie Kleidung, Helme, Schuhe oder Rucksäcke von ca. 200 führenden Outdoor-Marken integriert, Tendenz stark steigend.“

„Österreich ist eines unserer Kernländer!“

Die Mission von RECCO ist klar. „Wir wollen Menschen auffindbar machen für die Rettungskräfte, um im Falle eines Unglücks die Chance zu erhöhen, gefunden zu werden“, so Dürmoser. Österreich stellt für das Unternehmen einen ganz besonderen Markt dar. „Aufgrund der geografischen Lage in den Alpen mit sehr vielen Wintersportlern ist Österreich natürlich eines unserer Kernländer, in dem Lawinenunfälle leider nicht zu vermeiden sind. Es ist RECCO ein großes Anliegen, dass unser System hier sehr gut funktioniert und dass wir die Rettungskräfte bestmöglich unterstützen. Deshalb arbeiten wir seit vielen Jahren mit dem ÖBRD, dem Österreichischen Bergrettungsdienst, und den einzelnen Skigebieten eng zusammen. Österreich hat zusätzlich einen speziellen Status, weil es das erste Land ist, das wir mit unserem weiter entwickelten System zur großflächigen Vermisstensuche komplett abdecken können.“

Vier Suchsysteme für Hubschrauber im Einsatz

Denn neben rund 200 Handsuchgeräten zur Lawinenrettung sind seit Oktober vergangenen Jahres auch vier Suchsysteme für Hubschrauber, die „RECCO SAR Helikopter Detektoren“, in Österreich im Einsatz. Sie stehen an den vier Stützpunkten der Flugpolizei - Hohenems, Innsbruck, Graz und Hörsching - für Vermissten-Sucheinsätze im gesamten Bundesgebiet bereit. Dadurch hat sich der Einsatzbereich des RECCO Systems von Lawinenrettung auf ganzjährige Vermisstensuche erweitert. Bereits während der Wetterkapriolen in den vergangenen Wochen ist die RECCO-Technologie als Teil der Vermisstensuche verwendet worden. „Wir verfolgen sehr genau, wie unsere Technologie eingesetzt wird. Wir halten engen Kontakt zu den Rettungskräften. Der Erfahrungsaustausch ist für uns sehr wichtig, um unsere Produkte weiterzuentwickeln - und natürlich auch für die Rettungskräfte, die ja damit trainieren.“

„Keine anderen Systeme ersetzen“

Dürmoser sieht die RECCO Technologie als „einfache Möglichkeit für alle, sich ständig suchbar zu machen für Berg- und Pistenretter. Die Reflektoren sind klein, robust und einfach anzubringen. Jeder kann es verwenden und es gibt keinen Akku, der ausgehen kann. Ich vergleiche das System gerne mit einem elektronischen Lawinenhund.“ Wichtig ist Dürmoser und natürlich auch RECCO, dass keine falsche Sicherheit verkauft wird. „Es ist zu unterstreichen, dass die RECCO Technologie ein Werkzeug der organisierten Rettung ist und daher kein Ersatz für die Kameradenrettung mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel sein kann oder will. Bei einem Lawinenunglück zählt jede Sekunde und deshalb steht die Kameradenrettung an erster Stelle. RECCO kommt frühestens mit den Bergrettern zum Einsatzort, deshalb finde ich auch die Analogie zum Lawinenhund besser. Hat man kein LVS-Gerät, bietet RECCO eine weitere Möglichkeit, elektronisch geortet zu werden. Die Zeit läuft und als zusätzliches Tool kann unser System dabei helfen, Leben zu retten.“

Ausbau des Hubschrauber-Netzwerks

Als nächstes Ziel des Unternehmens steht der Ausbau des Netzwerks der SAR Helikopter-Detektoren auf dem Programm. Neben den vier österreichischen gibt es derzeit je zwei in der Schweiz und Italien und je einen in Norwegen und Schweden. „Momentan steht mit den Helikopter Detektoren der Rollout in Nordamerika auf dem Programm, wo wir gerade Rettungskräfte schulen. Wir wollen in Zukunft mehrere Länder zu 100 Prozent abdecken, womit sich RECCO zu einem SAR-System (Search and Rescue) entwickeln wird, das allgemein einsetzbar ist - zur Vermisstensuche, zur Lawinenverschüttetensuche und auch in der Seerettung. Hier stehen wir erst am Anfang und parallel dazu liegt es an uns, möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, sich mit Reflektoren auszurüsten, um suchbar zu sein. Gleichzeitig gilt es natürlich, das Lawinenrettungssystem weltweit weiter zu festigen und auszubauen. Wir decken in Nordamerika und Europa nahezu 90 Prozent der relevanten Gebiete ab, aber in Regionen wie Nepal und Südamerika haben wir weiterhin Potential. Wir arbeiten ständig daran, die Kernanwendung immer weiter zu verbessern und gemeinsam mit unseren Partnern die Qualität der Suche zu erhöhen.“

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