Digitales Sprachrohr für Katastrophenhelfer

Nach einem Erdbeben zählt für die Einsatzkräfte im Kampf um Menschenleben jede Sekunde. Aber wie sollen sie sich koordinieren um schnellstmöglich genau dort hinzugelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden - vor allem, wenn ein Erdbeben Gebäude und Straßen in Schutt und Asche legt und die Kommunikations-infrastruktur von einem Moment auf den anderen zusammenbrechen lässt? Die Antwort darauf liefert das von Salzburg Research entwickelte IDIRA-System in Form einer krisentauglichen, mobilen Kommunikationsinfrastruktur. Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich spricht über diese digitale Hilfe für Einsatzkräfte, die bei einer großangelegten Katastrophenübung in Griechenland bereits ihr Potenzial unter Beweis stellen konnte.

Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich, Geschäftsführer der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH - Fotocredit: Bryan Reinhart Photography

Seit 2011 arbeitet das unabhängige Salzburger Forschungsinstitut an IDIRA. Das innovative Kommunikationssystem wurde aus dem immer wiederkehrenden Szenario bei internationalen Katastropheneinsätzen geboren: Unterschiedlichste Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen aus vielen Nationen sind vor Ort um zu helfen, eine erfolgreiche Hilfeleistung wird allerdings durch unzureichende Kommunikationsinfrastruktur deutlich erschwert, ein reibungsloser Einsatz Hand in Hand wird schwierig bis unmöglich. Mit IDIRA soll sowohl die Ressourcenplanung als auch der Austausch zwischen den Helfern verbessert und gleichzeitig die technische und sprachliche Barriere möglichst niedrig gehalten werden.

Hürden für einen reibungslosen Hilfseinsatz

Denn um eine perfekte Zusammenarbeit bei großen Naturereignissen zu garantieren, ist eine effiziente und flexible Kommunikation die Grundvoraussetzung. Doch gerade bei der Kommunikation gilt es eine ganze Reihe an Hürden zu überwinden: unterschiedliche technische Systeme, voneinander abweichendes Hintergrundwissen der Einsatzkräfte, die zudem nicht gleichzeitig am Katastrophenort eintreffen sowie natürlich sprachliche und kulturelle Verständigungsschwierigkeiten bei internationalen Einsätzen.

Kommunikationsplattform für internationale Helfer

„In unserem 4-jährigen Forschungsvorhaben, beschäftigen wir uns mit sogenannten Großschadensereignissen, die entweder über mehrere Länder hinweg passieren oder ein so großes Schadensausmaß haben, dass sie von einem Land alleine nicht mehr bewältigt werden kann“, erklärt der Dr. Siegfried Reich von Salzburg Research. „Durch die IDIRA-Plattform wird es möglich sein, die Koordination der Hilfskräfte zu verbessern und Information effizient auszutauschen und zur Verfügung zu stellen.“

High-Speed Datenverbindung trotz Totalausfall

Damit die Kommunikation zwischen den Hilfsorganisationen selbst dann reibungslos funktioniert, wenn Funknetze und andere Kommunikationsinfrastruktur zusammenbrechen, haben die Forscher von Salzburg Research ein innovatives System geschaffen. Gemeinsam mit dem burgenländischen Unternehmen Roofnode wurden so genannte „Wireless Gateways“ entwickelt. „Mit Hilfe der Wireless Gateways kann ein flexibles, mobiles und autarkes Kommunikationsnetzwerk aufgebaut werden, wo sonst gar nichts mehr funktioniert“, erklärt Reich. Die Gateways richten sich eigenständig mittels drei Richtantennen direkt zur Basisstation bzw. benachbarten Gateways im Umkreis von bis zu fünf Kilometern Entfernung aus und stellen mit zwei Stabantennen ein lokales Netzwerk zur Verfügung. „Damit schaffen wir eine Kommunikationsbasis für Einsatzkräfte ohne die Notwendigkeit von IT-Experten vor Ort.“

(Stand: 04/2014)

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