Filmreife Karriere in Dolby: Fritz Deininger im Interview

Er hat das Dolby Cinema nach Österreich gebracht: Friedrich Deininger hat wahrlich eine filmreife Karriere hingelegt. Normalerweise vermittelt er für das Unternehmen Dolby die modernste Saaltechnik. Seit März konzipierte sein Unternehmen FD-Film GmbH in Salzburg gemeinsam mit der Karajan Cinema Classics GmbH ein einzigartiges Kinoerlebnis in noch nie da gewesener Klangqualität. Im Mittelpunkt: Der Jahrhundert-Dirigent Herbert von Karajan. Friedrich „Fritz“ Deininger im ZiT-Interview über seine Anfänge, technologischen Fortschritt und private Kinovorlieben.

Fritz Deininger Foto: Karajan Cinema Classics

Zukunft ist Thema: Wie sind Sie zum Film gekommen?

Friedrich Deininger: Grundsätzlich hatte ich schon immer großes Interesse am Film. Speziell während meines Maschinenbaustudiums in Graz in den 90er Jahren war der „Kinomontag“ ein fixer Bestandteil meines Lebens. Das erste Geld, das ich nach meinem Studium als Verkaufsingenieur verdient habe, habe ich sofort in mein Home-Entertainment System (Dolby Surround) mit VHS investiert.

Im Rahmen meines Auslandsaufenthaltes in den USA konnte ich die Vorzüge der aufkommenden DVD genießen, und so war eine ausgeschriebene Stelle als DVD-Produktmanager bei der Sony DADC eine geeignete Gelegenheit, um von Stahl auf Entertainment umzuschwenken.

ZiT: Wie wurden Sie schlussendlich zu dem Experten, der Sie heute sind?

Deininger: Im Rahmen der Entwicklung von DVD und Blu-ray konnte ich mehr Zeit in Hollywood verbringen, um dort mit den großen und namhaften Studios zusammenzuarbeiten. Schließlich war ich dann auch vier Jahre in Santa Monica und ging bei den großen Studios in Los Angeles täglich ein und aus. Damit wurde meine Beziehung zum Kinofilm verstärkt. Nachdem ich nach Europa zurückkam, durfte ich für Dolby den zentraleuropäischen Raum für alle Dolby Produkte aufbauen. Mit meinem Team war es mir möglich, alle Varianten von Entertainment (Kino, Blu-Ray, DVD, TV, Telekom und Onlinedienste) für Musik und Film abzudecken.

ZiT: Was waren die persönlichen Highlights Ihrer Karriere?

Deininger: Aufgrund von neuen Geschäftsbeziehungen in der Türkei und meiner Vergangenheit in Los Angeles mit den Beziehungen zu den Filmemachern dort konnte ich die Hollywoodproduktion einer türkischen Geschichte maßgeblich entwickeln und begleiten. Immerhin war Ben Kingsley der Hauptdarsteller. Heute bin ich bei Dolby für den Vertrieb der Kinoprodukte von Dolby in EMEA und Indien zuständig.

In meiner Rolle sehe ich viele unterschiedliche Kinos und auch maßgebliche Film-Produktionsstandorte außerhalb von Hollywood. Während die europäische Filmproduktion zahlenmäßig hinter der Produktion in Hollywood liegt, sind die fünf Hauptproduktionsstandorte in Indien an Zuschauerzahlen und an der Anzahl der Filme den Hollywood-Produktionen weit voraus. Langsam erreichen auch Produktionsstandorte in Afrika einen gewissen Stellenwert innerhalb der eigenen Region.

ZiT: Sie haben gerade mit Karajan Cinema Classics das Kino zur Konzertmusikbühne verwandelt. Wie kam das Projekt zustande?

Deininger: Herbert von Karajan war ein Visionär – ich denke das ist weithin bekannt. So hatte er bereits in den 80er Jahren daran gedacht, Konzerte außerhalb der Konzerthäuser erlebbar zu machen. Deshalb hatte er seine Filmproduktionsfirma „Telemondial“ gegründet. Im Rahmen dieser Aktivität hat er viele Stücke in Mehrkanaltonspuren aufgenommen und das Orchester mit mehreren Kameras gefilmt. 

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Karajan Institut und Dolby zur Eröffnung des „Dolby Cinema“ in Salzburg hatten wir eine kurze Sequenz von Beethoven 5 aus dem Archiv dieser Telemondial Produktionen neu aufbereitet und im Dolby Cinema mit Dolby ATMOS dem Publikum vorgestellt. Dieser Drei-Minuten-Clip hat enormen Zuspruch bei den Zuschauern ausgelöst.

Fast ein Jahr später habe ich mich wieder mit dem Management der Karajan Stiftung, dem CEO Matthias Röder, getroffen, um die Aufbereitung aller Mehrspurbänder zu besprechen. Mit Hilfe von ARRI haben wir dann beschlossen die neue Aufbereitung so zu gestalten, dass wir ein paar technische Neuheiten ausprobieren werden, um ein noch nie da gewesenes Erlebnis im Kino zu ermöglichen.

Wir hatten knapp ein Jahr Projektentwicklungsarbeit seitens FD-Film und Karajan Cinema Classics investiert, bevor ich den ersten Kinobetreibern die ersten Filme vorspielen konnte – mit einem enormen Echo. Nachdem wir nun die erste Staffel in Österreich fast fertig gespielt haben, werden wir im Herbst das Programm über Österreich hinaus in die Welt tragen. In der Folge werden dann weitere Staffeln produziert und ins Kino gebracht. Insgesamt haben wir ja noch mehr als 80 Stunden Material zur Verfügung und weiterführende Pläne, „Musik in Perfektion“ mit aller Art von klassischer Musik erlebbar zu machen.

ZiT: Wie haben Sie die erste Produktion umgesetzt?

Deininger: Grundsätzlich sei zu erwähnen, dass das Kino ein „schalltoter“ Raum ist, das heißt, es gibt kein Echo oder anders gesagt keinerlei Reflexion des Schalles an Wand oder Decke, wie es in jedem anderem Raum der Fall ist. Nun hat Dolby vor sechs Jahren ein neues Tonformat auf den Markt gebracht: „Dolby ATMOS“, bei dem mehr Lautsprecher an der Wand und zusätzliche Lautsprecher an der Decke angebracht sind. Jeder dieser Lautsprecher kann einzeln angesteuert werden, wodurch man die Flexibilität bekommt, Objekte, wie zum Beispiel Flugzeuge, durch den Raum fliegen zu lassen, oder auch eine Geräuschquelle im Raum statisch zu platzieren. Damit wird das Erlebnis Film noch eindrucksvoller vermittelt. In Österreich gibt es mehr als 50 führende Kinosäle, die diese Technologie verwenden – weltweit sind es schon mehr als 4000.

Bei der Karajan Produktion haben wir bis zu 32 Tonspuren so verwendet, dass das Orchester im Raum nachgebildet wird. Die Lautsprecher in der Decke und an der Wand bilden die Reflexion der Konzerthäuser nach. So ist es möglich geworden, ein Erlebnis zu erschaffen, bei dem Sie sich tatsächlich in einem Konzerthaus wiederfinden. Darum auch die Marke „Musik in Perfektion“, da dies neuartig in der Kinobranche und in dieser Form einzigartig ist. Zwar gibt es bereits andere klassische Produktionen im Kino, aber aus technischen Gründen leidet die Wiedergabe der Musik bei diesen Produktionen, und deshalb ist diese Filmkinoproduktion ein einzigartiges Erlebnis, Klassik im Kino zu sehen.

ZiT: Welches Filmgenre bevorzugen Sie persönlich?

Deininger: Als Konsument sehe ich am liebsten gute, niveauvolle Komödien, Dokumentationen oder Musikproduktionen. Wenn ich selbst Produktionen begleite, dann freue ich mich am meisten über Produktionen, die neue technische Herausforderungen bringen und im Bereich Musik oder Historie beheimatet sind.

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