Fit für die Digitalisierung – „Zwei Jahre fühlen sich fast wie 20 an“

Dr. Wolfgang Reiger, CSE, Geschäftsführer am IfM – Institut für Management in Salzburg, spricht im Interview mit „Zukunft ist Thema“ über den Stellenwert der Digitalisierung in der heutigen Welt, was eine gute Führungspersönlichkeit ausmacht, welche Rolle die „Sandwich-Digitalisierung“ bei der Entwicklung des Lehrgangs gespielt hat und warum man nicht jede E-Mail sofort beantworten sollte. Mit dem neuen Lehrgang „Digitale Kommunikation und Führung“ will das IfM mit der Zeit und der digitalen Revolution gehen.

„Wir haben festgestellt, dass einfach alle über Digitalisierung reden und dieses Thema aus unserer Zukunft nicht mehr wegzudenken ist“, erklärt Dr. Wolfgang Reiger die Beweggründe für den neuen Lehrgang „Digitale Kommunikation und Führung“ am Institut für Management in Salzburg. „Aktuell teilen sich Unternehmen – aus digitaler Sicht - in drei Arten von MitarbeiterInnen: Auf der einen Seite die „Digital Natives“, welche mit der Digitalisierung aufgewachsen sind und für die Technologien aller Art eine Selbstverständlichkeit darstellen und auf der anderen Seite die etwas ältere Generation, die, wenn überhaupt, nur wenig Ahnung von den neuen Digitalisierungs-Trends hat.“

Gegen die „Sandwich-Digitalisierung“

Und die dritte Art von MitarbeiterInnen? Reiger schmunzelt: „Die liegt genau dazwischen. Ich nenne sie gerne die Angehörigen der „Sandwich-Digitalisierung“. Diese Menschen sind zwischen 30 und 40, sind keine „Digital Natives“ und dennoch keine Ahnungslosen. Aber richtig sattelfest sind sie oft nicht.“ Hier soll der neue Zertifikatslehrgang ansetzen. „Uns ist aufgefallen, dass es kaum ein Weiterbildungsangebot für diese Zielgruppe bzw. diese Fertigkeiten gibt. Man muss sich selbst gut auskennen, um neben den „Digital Natives“ nicht unterzugehen und den älteren Vorgesetzten kompetent helfen zu können.“

„Richtiger zwischenmenschlicher Umgang essenziell“

Die größten beruflichen Herausforderungen für Führungskräfte und jene, die es gerne werden möchten, sieht Reiger neben der zunehmenden Digitalisierung sehr stark im Umgang mit den MitarbeiterInnen: „Der richtige zwischenmenschliche Umgang und die kommunikativen und sozialen Kompetenzen sind essenziell, um ein Unternehmen mit all den unterschiedlichen Menschen darin gut führen zu können. Diese Herausforderung wird wohl auch in Zukunft bestehen bleiben“, gibt sich Reiger nachdenklich und ergänzt: „Aktuell entwickelt und verändert sich alles rasant, zwei Jahre fühlen sich fast wie 20 Jahre an. Hier am Ball zu bleiben, ist definitiv herausfordernd!“ Wie das dennoch gelingen kann? „Alles zu wissen, ist selbstverständlich kaum möglich. Regelmäßige Weiterbildungen helfen dennoch, nicht stehen zu bleiben“, ist der Geschäftsführer überzeugt. 

„Fest in unserem Leben verankert“

Der Digitalisierung räumt Reiger einen hohen Stellenwert ein: „Gemeinsam mit Bildung ist es wohl der wichtigste Eckpfeiler der Zukunft.“ Der Umgang und die richtige Anwendung von Technologien sei die Basis für jegliche Entwicklung. Auf die Frage, ob eine Affinität für Digitalisierung denn eine Fähigkeit sei, die in Zukunft jede Bewerberin und jeder Bewerber mitbringen müsse, hat Reiger eine klare Antwort: „Ja! Egal, wo man hinsieht, es geht einfach nicht mehr ohne. Und das geht weit über das berufliche Umfeld hinaus: Online-Banking, diverse Nachrichtendienste und Online-Bestellsysteme – auch im privaten Bereich ist die Digitalisierung fest in unserem Leben verankert.“

Hilflos ohne Technik?

Es gibt aber immer zwei Seiten der Medaille. „Natürlich gibt es auch negative Aspekte der digitalen Kommunikation, wie etwa die wachsende Abhängigkeit von der Technik. Viele Unternehmen und auch jede und jeder Einzelne von uns wären wohl kurzzeitig hilflos, würde uns die Digitalisierung im Stich lassen.“ Auch den Datenmissbrauch und die steigende Cyber-Kriminalität lässt er nicht unerwähnt: „Gerade Jugendliche sind oft nicht sensibel genug, um sich vor Cyber-Angriffen zu schützen. Das ist natürlich gefährlich.“

„Einfach mal die Geschwindigkeit rausnehmen“

Und wie soll es unter diesem Meer von Anforderungen noch gelingen, eine gesunde Work-Life-Balance zu finden? Reiger: „Jeder muss für sich selbst definieren, was wichtige Themen sind – sowohl im Beruf als auch im Privatleben.“ Und dann? „Einfach mal die Geschwindigkeit rausnehmen. Man muss nicht jede E-Mail sofort beantworten, nur um schnell zu sein. Eine persönliche Entschleunigung erachte ich als sehr wichtig.“ Der bewusste Einsatz von Technologien muss früh gelernt sein, um einen gesunden Umgang zu entwickeln. „Das ist eine Kompetenz, mit deren Vermittlung wir unbedingt schon bei unseren Kindern starten müssen“, ist er überzeugt.

„Privat, persönlich und menschlich“

Abschließend wollten wir von Herrn Reiger noch wissen, was für ihn denn eine gute Führungskraft ausmacht. „Zuhören können, sich Zeit nehmen, um in Ruhe die Angelegenheiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erfassen und ihnen Aufmerksamkeit schenken. Es ist wichtig, die Person nicht nur beruflich wahrzunehmen, sondern auch privat, persönlich und menschlich.“ 

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