"Rollstuhltanzen ist Träumen mit der Seele auf Rädern"

Ende November finden die IPC Para Dance Sport World Championships in Bonn statt. Bei dieser Weltmeisterschaft messen sich die besten RollstuhltänzerInnen und zeigen, was diese paralympische Sportart in sich hat. Sanja Vukasinovic und Sabrina Gostner (beide vom Salzburger Rollstuhltanzsportverein „WheelChairDancers“) sind Mitglieder des Nationalteams, welches sich der Herausforderung stellen wird. Im Gespräch mit „Zukunft ist Thema“ verraten die beiden Salzburgerinnen, worauf es ankommt und was Tanzen für sie bedeutet.

„Beim Tanzen kann ich einfach mal vom Alltag abschalten und mich auf die Musik einlassen“, lächelt Sabrina Gostner, die bereits bei ihrem ersten Wettkampf in der High-Level-Class – der höchsten internationalen Klasse im Rollstuhltanz - den zweiten Platz holte. Gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Sanja Vukasinovic wird sie sich von 28. November bis 2. Dezember mit den besten RollstuhltänzerInnen der Welt messen. Vukasinovic ist dreifache EM-Bronze-Medaillen-Gewinnerin im „Single Woman“ und zweifache Vize-Europameisterin im „Single Freestyle“ sowie Vize-Europameisterin im „Duo Freestyle“. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Die Qualifikation und die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist das Größte, was man im Rollstuhltanzsport erreichen kann.“

Rollstuhltanzen ist seit 2008 vom Österreichischen Behindertensportverband anerkannt. Obwohl Europa- und Weltmeisterschaften stattfinden, ist Rollstuhltanz aktuell noch kein Bewerb bei den Paralympics. „Es gibt drei Kategorien“, gewähren uns die Tänzerinnen Einblicke in ihre Leidenschaft, „Duo, Kombi, und Single. In der Kategorie Duo tanzen zwei Rollstuhl-SportlerInnen zusammen, in der Kategorie Kombi ein/e Rollstuhl-Sportler/in und eine/r Fußgänger/in.“ Vukasinovic und Gostner treten in der Disziplin „Single Woman“ an. Vukasinovic tritt zusätzlich noch in ihrer Paradedisziplin „Single Woman Freestyle“ an.

„Es hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben“

Die wohl größte Herausforderung beim Rollstuhltanzen ist die Körperbewegung und die Körperspannung. „Du musst über fünf Tänze hinweg eine aufrechte Haltung bewahren, das erfordert eine gute Kondition.“ Dafür trainieren die Damen einmal unter der Woche für mehrere Stunden und auch an den Wochenenden. Zwei Mal im Jahr finden Trainingslager statt, in denen das Können perfektioniert wird, ganz nach dem Motto „Rollstuhltanzen ist Träumen mit der Seele auf Rädern“. Auch ein gesundes Selbstbewusstsein wird den Sportlerinnen abverlangt. 

„Den Rollstuhltanz habe ich 2010 zusammen mit meinem Mann entdeckt. Wir wollten ein gemeinsames Hobby haben. Wir haben einige Jahre im Kombi in der Beginners- und Continues-Klasse viele Erfolge gefeiert“, schildert Gostner ihren Einstieg in den Sport. Obwohl die beiden sich gerade gemeinsam auf den Einstieg in die High-Level-Klasse vorbereiten, tanzt Gostner derzeit in der Disziplin „Single Woman“. „Es ist eine Umstellung, wenn du auf einmal alleine auf der Tanzfläche stehst. Aber es hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben.“

„Für mich bedeutet Rollstuhltanz Bewegung, Freude, Ausgleich“

Für Vukasinovic ist Behindertensport kein neues Thema. Bereits seit 1996 ist sie Mitglied des Behindertensportverbands Salzburg. Sie trainierte sowohl im Rollstuhlbasketball-Team als auch im Schwimmteam – hier konnte sie sogar zweimal den Titel Vize-Staatsmeisterin nach Salzburg holen. Empfohlen wurde ihr der Sport von ihrem ehemaligen Rollstuhlbasketball-Trainer. Seit 2008 ist sie beim Salzburger Rollstuhltanzsportverein „WheelChairDancers“. „Tanzen ist für mich eine Mischung aus Bewegung, Freude und Ausgleich“, schmunzelt sie. „Wir sind ein tolles Team und haben das Glück, mit Kerstin Govekar und Diethard Govekar tolle Trainer zu haben“, fügt Gostner hinzu. Diethard Govekar ist Bundestrainer und Vereinstrainer in Salzburg. Kerstin Govekar ist Trainerin für die Disziplinen Freestyle und Single. Beide arbeiten ehrenamtlich und mit viel Engagement für den Sport.

„Meine Gesundheit geht vor“

Wenn sie gerade nicht tanzt, findet man Sanja Vukasinovic bei der GWS Salzburg im Bereich der Buchhaltung. Ihre Freizeit widmet sie dann ihrer Leidenschaft – dem Rollstuhltanz. „Allerdings ist mir meine Gesundheit sehr wichtig, die geht immer vor. Es ist für mich schwierig zu sagen, wo ich mich in den nächsten Jahren sehe.“ 

Sabrina Gostner ist zweifache Mutter. Ihre Kinder wachsen mit dem Rollstuhltanzsport auf und drücken ihrer Mama natürlich auch bei Wettkämpfen die Daumen. Ihr Traum für die Zukunft? „Ich möchte noch viele Erfolge feiern können. Und ich möchte, dass wir noch viele Jahre so ein tolles Team bleiben, nach dem Motto: Eine(r) für alle und alle für Eine(n).“ 

Wer die beiden Nationalteam-Damen gern in Aktion sehen möchte, hat dazu am 20.11.2019, 19:00 Uhr in der GWS Salzburg die Gelegenheit. Im Rahmen einer beeindruckenden Tanzshow werden sie offiziell zur Weltmeisterschaft verabschiedet. Alle Infos dazu finden sie auf www.wheelchairdancers-salzburg.com. 

Wir wünschen den beiden Tänzerinnen viel Erfolg bei den IPC Bonn 2019 World Para Dance Sport Championships! 

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