Vom Konsumenten zum Co-Produzenten

Der tägliche Gang zum Supermarkt, der Griff ins Gemüseregal sowie der Komfort, Nahrungsmittel aus allen Regionen der Erde zu jeder Jahreszeit auf den Tisch zu holen, ist in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Immer lauter werden jedoch die Stimmen nach Nachhaltigkeit, Bewusstsein und Regionalität. Noch sind es wenige Betriebe in Österreich, die sich mit dem Thema gemeinschaftsgetragener Landwirtschaft auseinandersetzen. Antonia Osberger, Geschäftsführerin vom Salzburger "Verein für kooperative Landwirtschaft Erdling" sieht im neuen Nischenthema neue Chancen für Unternehmen.

Verein für kooperative Landwirtschaft Erdling (c) Erdling

Der steigende Absatz von nachhaltig produzierten Lebensmitteln in Österreich zeigt, dass österreichische Konsumenten mehr denn je auf eine faire und biologische Erzeugung achten. Das Prinzip "Urban Gardening" geht dabei noch einen Schritt weiter: Hier wird der Konsument selbst wird zum Lebensmittelproduzenten.

Seit 2013 pachtet der Verein Erdling landwirtschaftliche Nutzflächen im Raum Salzburg und bietet seinen rund 100 Mitgliedern die Möglichkeit Obst, Gemüse und andere Lebensmittel anzubauen. Neben der qualitativ hochwertigen Eigenversorgung wird auch zum Erhalt der Sorten- und Artenvielfalt beigetragen.

Woher kommt das Interesse, Gemüse selbst anzubauen? Was läuft falsch beim globalisierten Obst- und Gemüseangebot in den Supermärkten?

Antonia Osberger: Der Großhandel bzw. die Supermarktketten kaufen Obst und Gemüse in großen Mengen von den Produzenten ein. Dadurch ist der Zwischenhandel in der Lage, die Preise zu detektieren. Der Griff in das Supermarktregal wurde für die Mehrheit der Bevölkerung in den Industrieländern zu etwas Alltäglichem. Wie bei allen Dingen, die für uns zur Normalität geworden sind, stellen wir so den täglichen Gang in den Supermarkt selten – wenn überhaupt – in Frage. Wir sehen die prall gefüllten Regale im Supermarkt und glauben, es gehe immer so weiter. Wir übersehen dabei, dass wir auf Kosten des Bodens wirtschaften und vergessen dabei, dass fruchtbarer Boden unendlich kostbar für uns ist.

Woher kommt die Sehnsucht, von traditionellen Wirtschaftskreisläufen unabhängig zu sein?

Ansätze wie Urban Gardening, kooperative Landwirtschaften, Hofläden etc. bringen Facetten eines neuen Wirtschaftens mit sich. Es lässt sich eine Tendenz hin zu einer kleinstrukturierenden, agrarökologisch, sozial gerechteren Landwirtschaft erkennen. Dabei werden wieder lokale Produktionssysteme mit regionalen Wirtschaftskreisläufen geschaffen und etabliert.  Hierbei stehen die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren im Zentrum der Produktion und nicht die Interessen der Agrarkonzerne und Supermärkte.

Ist diese Form der Landwirtschaft ein kurzer Trend oder eine Vision für eine mögliche Zukunft?

Derzeit ist gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft noch ein Nischenthema. Der Ansatz bietet viel Potenzial für landwirtschaftliche Betriebe und den ländlichen Raum. In Österreich ist die Zahl der Betriebe (in etwa 20), die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, gering. Die Zahl der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaften in Gründung wächst aber stetig. Der Verein Erdling wurde als solidarische Landwirtschaft ausschließlich von uns Konsumenten, d.h. ohne Landwirt mit entsprechender Hofstelle, gegründet. Dies macht das Projekt einzigartig in Österreich. Unser Ziel für die kommenden Jahre ist eine Vollversorgung über das Jahr mit Obst und Gemüse für rund 80 Haushalte in Salzburg Stadt und Umland. Dabei möchten wir die Menschen für die Lebensmittelerzeugung begeistern und Interesse für einen zukunftsfähigen, regionalen, saisonalen und ökologisch verträglichen Landbau wecken.

(Stand 04/2017)

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