Gute Wintersaison stimmt die Tourismuswirtschaft optimistisch

Zum Ende der Wintersaison hat die HYPO Salzburg das Institut für Grundlagenforschung (IGF) mit einer Umfrage unter Tourismusunternehmen beauftragt. Das Ergebnis ist sehr positiv ausgefallen, was die allgemeine wirtschaftliche Lage betrifft. Zukunft ist Thema hat über die touristische Entwicklung in Salzburg mit HYPO Generaldirektor Helmut Praniess gesprochen.

HYPO Generaldirektor Helmut Praniess

Zukunft ist Thema: Die Sommersaison war schon sehr gut, jetzt zeichnet sich auch in der Wintersaison ein Rekord ab. Alles eitel Wonne also?

Die Ergebnisse sind wirklich erfreulich, wir orten von den Seilbahngesellschaften über Hotels und Restaurants bis hin zu allen mit dem Tourismus wirtschaftlich verbundenen Branchen eine positive Grundstimmung. Die HYPO Salzburg ist Hausbank vieler Salzburger Tourismusunternehmen. Unsere Berater nehmen aus den laufenden Gesprächen Optimismus und Investitionsfreudigkeit mit. Belastet ist die Situation aber durch den Fachkräftemangel, wobei die befragten Unternehmen auch einräumen, dass sie selbst bei der eigenen Arbeitgebermarke noch Verbesserungspotenzial sehen.  

Erfreulich sind die Werte der IGF-Umfrage für das Bundesland Salzburg im Vergleich mit den für ganz Österreich erhobenen Daten: Während bundesweit nur 10 % die Situation sehr gut einschätzen (9 oder 10 Punkte), sind es in Salzburg 21 %. Zudem sind 51 % der Touristiker im Bundesland der Meinung, dass die Wirtschaftslage gut ist (7 bzw. 8 Punkte auf der 10-teiligen Skala). 

Zukunft ist Thema: Wie nachhaltig ist der Aufwärtstrend und damit die gute Stimmung?

In den letzten zwei bis drei Jahren hat sich die Situation für fast die Hälfte der Befragten verbessert (6 % sagen sogar: deutlich verbessert), rund ein Viertel sieht die Situation unverändert, 28 % meinen, dass sich die Lage etwas verschlechtert habe. Angesichts dieses doch sehr positiven Istzustands ist es naheliegend, dass 58 % der Touristiker davon ausgehen bzw. hoffen, dass die Situation sich künftig nicht verändern wird – also auf hohem Niveau fortgeschrieben wird – aber immerhin ein Viertel der Befragten geht von einer weiteren Verbesserung aus. 

Ist schon die allgemeine Einschätzung für die Branche sehr gut, so übertrumpft die individuelle Befindlichkeit diese noch bei weitem: 17 % sehen die betriebliche Performance sehr positiv, weitere 45 % positiv. Mit der Auslastung des eigenen Betriebs sind sogar 43 % sehr zufrieden und weitere 36 % zufrieden. Nur 11 % sehen die Entwicklung nicht so erfreulich, der Rest meint, es habe sich wenig verändert. Wir dürfen also durchaus annehmen, dass die Entwicklung nachhaltig ist. Das ist freilich auch notwendig, da die gesamte Tourismusbranche sehr investitionsfreudig ist und gute Umsätze Spielraum für neue Projekte, aber auch die Möglichkeit eröffnen, das Eigenkapital zu stärken. 

Zukunft ist Thema: Bemerken Sie eine Veränderung im Investitionsverhalten?

Angesichts der guten Stimmung ist es wenig verwunderlich, dass 60 % der Befragten davon sprechen, demnächst investieren zu wollen. Ein Viertel der befragten Betriebe plant sogar größere Investitionen. Wir können diese Befragungsergebnisse aus unserer Beratungspraxis heraus durchaus bestätigen. Die Zahl der Gespräche mit HYPO Kunden, die Finanzierungen für anstehende Investitionen benötigen, ist deutlich größer geworden. Die konjunkturelle Aufhellung war schon am Ende des Jahres 2017 spürbar und hat sich in den ersten Monaten dieses Jahres fortgesetzt. 

Zukunft ist Thema: Gibt es auch Problemfelder in der Tourismuswirtschaft? 

Bei aller Freude über das gute Winterergebnis der Hotellerie und Gastronomie, das auch von den Seilbahngesellschaften bestätigt wird, gibt es doch laut der IGF-Umfrage einige negative Erscheinungen. 60 bis 70 % der Unternehmer klagen über die Bürokratie, den Fachkräftemangel, zu hohe Lohnnebenkosten, die Steuerbelastung und die betrieblichen Auflagen. Bei den Negativfaktoren werden auch noch unter anderem das Ausbildungsniveau (34 %) und die Marktveränderungen angeführt (11 %), wobei dazu vor allem die Konkurrenz durch Billigländer und die Onlineplattformen genannt werden. Das „Mega-Thema“ ist das Mitarbeiterangebot: 76 % sagen, es sei schwierig, Personal zu finden, nur 11 % haben hier kein Problem. Ich sehe hier Platz für Aktivitäten bei der Positionierung der Betriebe als attraktive Arbeitgeber: Zwei Drittel der Unternehmen haben sich damit noch gar nicht beschäftigt. Aus meiner Sicht wäre das aber notwendig und auch sinnvoll. 

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