Industrie hat im aktuellen Konjunkturhoch starken Handlungsbedarf bei Digitalisierung

Die Stimmung bei Salzburger Produktionsbetrieben hat sich zuletzt deutlich verbessert. Das ergibt eine Befragung, die das Institut für Grundlagenforschung (IGF) im Auftrag der HYPO Salzburg durchgeführt hat. Jedes zweite der telefonisch befragten Unternehmen schätzt die Lage gut bis sehr gut ein, nur 4 % schlecht bis sehr schlecht, 46 % sind mittelmäßig zufrieden. Allerdings ergibt die Umfrage auch, dass es Probleme mit Facharbeitermangel und Bürokratie sowie Handlungsbedarf bei der Digitalisierung gibt. Zukunft ist Thema hat über die Lage des produzierenden Gewerbes und der Industrie in Salzburg mit HYPO Generaldirektor Helmut Praniess gesprochen.

HYPO Generaldirektor Helmut Praniess

Zukunft ist Thema: Wie sieht die wirtschaftliche Lage von Gewerbe und Industrie derzeit aus?

Im Großen und Ganzen ist die Lage sehr positiv. Auf die Frage, wie sich die wirtschaftliche Lage in Salzburg in den letzten 2 bis 3 Jahren verändert hat, sagen 72 % der Befragten, sie habe sich verbessert. Ein Drittel geht sogar davon aus, dass sie sich deutlich verbessert hat. Nur 6 % glauben, dass es schlechter geworden ist, jeder fünfte Unternehmer spricht von unveränderter Situation. Der wirtschaftliche Istzustand wird so positiv gesehen, dass sich nur 28 % vorstellen können, dass es noch besser wird, deutlich mehr als die Hälfte hofft, dass es unverändert positiv weitergeht wie jetzt. Von einem Rückgang der Konjunktur geht gut jeder zehnte aus, wobei die Entwicklung des eigenen Betriebes eher positiv gesehen wird: 12 % sehen eine sehr rosige Zukunft, 57 % sehen sie eher positiv, ein Viertel unverändert. 

Zukunft ist Thema: Heißt das, es ist alles in bester Ordnung?

Ja und leider auch nein. Zwar wissen wir aus vielen Beratungen von Unternehmen, dass der Optimismus und damit auch die Investitionsfreudigkeit deutlich gestiegen sind. Wir orten aber auch massive Probleme, die die Hochkonjunktur mit sich bringt. Das am intensivsten diskutierte Thema ist der Fachkräftemangel. Wir können davon ausgehen, dass die Wirtschaft noch kräftiger zulegen könnte, wenn es genügend Arbeitskräfte gäbe. Kandidaten aus den so genannten MINT-Berufen - also Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker - sind kaum zu finden. Unsere Umfrage belegt das mit aller Deutlichkeit: Vier von fünf befragten Gewerbe- und Industriebetrieben sagen, dass sie keine geeigneten Bewerber finden. 

Zukunft ist Thema: Was bringt der MINT-Mangel mit sich?

Eine Studie, die jüngst Salzburg Research und Syngroup im Auftrag des bmvit (Verkehrs- und Technologieministerium) durchgeführt haben, hat ergeben, dass die österreichischen Industrieunternehmen ihre Geschäftsmodelle noch nicht auf die radikalen Veränderungen der Digitalisierung umgestellt haben. Dieses Ergebnis wird von den befragten Salzburger Unternehmen bestätigt: Nur etwa ein Viertel meint, dass die eigene Branche gut gerüstet ist für die Trends der Industrie 4.0 und dass es sehr starke bis starke Auswirkungen geben werde. 

Bedenklich ist es aus unserer Sicht, dass fast die Hälfte der Produktionsunternehmen meint, dass es keine Auswirkungen der Digitalisierung gäbe. Dem steht die These der zitierten bmvit-Studie gegenüber, dass es keine Branche geben werde, die nicht betroffen ist. 

Die HYPO Salzburg hat sich deshalb vorgenommen, in der Kommerzkundenberatung diese Themen anzusprechen. Wir planen dazu auch Informationsveranstaltungen in den Bezirken. Unser Ziel ist es, unseren Kunden nicht nur bei der Finanzierung von Investitionsvorhaben zur Seite zu stehen, wir wollen ihnen auch Impulse geben für die Nutzung von Chancen durch neue Technologien und Trends.

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