Salzburgs leere Geschäfte als Kunstraum

Die Auslagen zugeklebt, am Eingang wuchert Unkraut: In der Stadt Salzburg wartet so manches Geschäftslokal und Gebäude auf neue Besitzer. Kreative Künstlerinnen und Künstler schaffen nun Abhilfe. Der Verein „Super“ bringt Besitzerinnen und Besitzer sowie Kulturschaffende zusammen und macht aus tristen Leerräumen Handlungsräume für Kultur und Wissen. Mehr über das innovative Projekt verrät Mitgründer Stefan Heizinger auf „Zukunft ist Thema“.

Stefan Heizinger, Verein SUPER

ehemalige Trachtenfabrik

Zukunft ist Thema: Wie entstand die Idee zu dieser unorthodoxen Nutzung von leeren Geschäftsräumen in Salzburg?

Stefan Heizinger: In bin selbst als Künstler tätig und habe an Initiativen und Projekten mitgewirkt, in welchen wir leerstehende Räume nutzen - beispielsweise als Ausstellungsfläche. Aus dieser eigenen Erfahrung weiß ich, dass Kreative sehr oft auf Raumsuche sind und Anliegen haben, die durchschnittliche Raum-Eigentümer per se nicht wahrnehmen. Ich denke da beispielsweise an eine Fabrikhalle, die für ein Fotoshooting sehr interessant sein könnte. Aus dieser Erfahrung gepaart mit Gesprächen in den Stadtteilen und der Stadt Salzburg selbst entstand die Initiative für den Verein. Wir wollen nicht nur für uns selber, sondern auch für andere Raum vermitteln. 2015 wurde SUPER schlussendlich gegründet und wir erhalten sehr, sehr viele Anfragen.

Welche Ziele hat sich der Verein "Super" gesetzt und was wurde bislang erreicht?

Ein Ziel, das sich wie ein roter Faden konstant durch alle Jahre zieht, ist Best Practice-Beispiele zu sammeln und neue Projekte ins Leben zu rufen. Wir wollen möglichst viele von unseren zahlreichen Anfragen vermitteln können und sind immer auf der Suche nach neuen Wegen, wie wir noch mehr Eigentümer erreichen können. Die Erfahrung zeigt uns, dass Freiwillige von Eigentümerseite sehr förderlich sind und es bei all unseren Projekten bis dato nur zufriedene Stimmungen gab - bei Künstlern, Zwischennutzern und Eigentümern.

Im Moment herrscht allerdings noch ein Ungleichgewicht von Nachfrage und Angebot. Für 2017 ist das erklärte Ziel, die Angebote von Eigentümern zu steigern. Dazu müssen wir uns den Besitzern allerdings zuallererst ins Bewusstsein rufen. Dies gelingt uns beispielsweise über Veranstaltungen wie das Kultur-Frühstück, welches wir in einem Leerstand veranstaltet haben. Aber auch Mundpropaganda, face-to-face Kontakt und vor allem Info-Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Medien sind ausschlaggebend. Nach den Veranstaltungen kommen immer wieder Leute auf uns zu. Die Resonanz ist durchwegs positiv!

Man stelle sich mal vor, dass ein Gebäude teilweise monate- oder jahrelang vor einem Umbau oder einer Renovierung leer steht. Der Besitzer möchte vielleicht gerade keinen Kredit aufnehmen, aber zum Abreißen ist das Haus dennoch zu schön. In dieser Zeit ergeben sich für Eigentümer Möglichkeiten, wie die leere Fläche genutzt werden kann.

Funktionierende Projekte bedeuten vor allem auch immer ideelles Lob für den Eigentümer (beispielsweise bei der Gratis-Vermietung), aber auch mediales Interesse da Veranstaltungen und Eröffnungen stattfinden.

 

Wie profitieren alle Beteiligten - die Besitzer der Geschäftslokale, Künstler und die Stadt Salzburg selbst - von den Bemühungen Ihres Vereins?

Die Stadt profitiert ganz klar, indem versteckte Orte und Seitengassen belebt werden. Beispielsweise wird gerade Schallmoos, das als Gewerbegebiet bekannt ist, vor den Vorhang geholt. Künstler erhalten über den Verein einen für ihr Projekt passenden und günstigen Raum, in dem sie herstellen und ausstellen können. Die Räume werden unter anderem für Workshops, Fotoausstellungen oder Festivals genutzt. Die Anfragen sind sehr divers. Besitzerinnen und Besitzer erhalten Aufwandsentschädigungen und profitieren in den meisten Fällen finanziell an der Zusammenarbeit.

Unser Ziel ist es, Schlüssel und Schloss zusammen zu bringen. In diesem Fall: Künstler und Eigentümer. Es muss passen und glatt sein. Wir sehen uns als Mittelstück um den Weg zwischen beiden Parteien zu ebnen, damit die Teile ineinander passen und eine konstruktive, positive Zusammenarbeit entstehen kann.

 

(Stand 03/2017)

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